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Seefracht Preise berechnen

Als Seefracht LCL (LCL = Less than Container Load) wird der Transport von Sendungen in Sammelcontainern bezeichnet. Es handelt sich um ein ganz verbreitetes Verfahren zur Verschiffung von Gütern, dass vor allem dann genutzt wird, wenn es sich um Einzeltransporte von Sachen mit überschaubarem Maß und/oder Gewicht handelt.

Die wesentlichen Kostenkomponenten

Der Transport von Sammel- bzw. Stückgut in der Seefracht (LCL) ist relativ einfach zu kalkulieren. Die Berechnung umfasst üblicherweise folgende Komponenten:

  • die reinen Transportkosten;
  • Zuschläge für anfallende Gebühren (Hafen-, Umfuhr-, Sicherheits- und Ladegebühren, Verzollungskosten).

Verzollungskosten meinen dabei Gebühren für die Abwicklung der Verzollung. Nicht damit ist der eigentliche Zoll selbst erfasst. Er kommt ggf. zusätzlich hinzu.

Seefracht Preise berechnenVolumen oder Gewicht als Berechnungsgrundlage

Die Kalkulation erfolgt generell entweder auf der Basis des Volumens oder des Gewichts, je nachdem welcher Zahlenwert der größere ist. Das Volumen wird dabei in Kubikmetern ausgedrückt, das Gewicht in Tonnen. Die jeweils relevante Größe wird dann mit der entsprechenden Frachtrate multipliziert, um auf die Transportkosten zu kommen. Hierzu ein einfaches Beispiel:

Eine Sendung umfasst ein Volumen von 2 Kubikmetern und wiegt 0,5 Tonnen. Die Frachtrate möge je Kubikmeter 15 Euro und je Tonne 30 Euro betragen. Für die Kalkulation wird der höhere Zahlenwert 2 (Kubikmeter) zugrunde gelegt. An Transportkosten ergeben sich 30 Euro = 2 Kubikmeter X 15 Euro/Kubikmeter.

Auch die weiteren Zuschläge für Gebühren werden auf der Basis eines Zahlen-Vergleichs zwischen Volumen und Gewicht vorgenommen, wobei ebenfalls der jeweils höhere Wert zugrunde gelegt und mit dem dafür geltenden Gebührensatz multipliziert wird.

Berechnung pro Sendung

Wenn Sie mehrere Sendungen im Rahmen eines Container-Transports haben, erfolgt die Kalkulation für jede Sendung getrennt – und zwar jeweils nach dem dargestellten Schema. Je nachdem, um was für Sendungen es sich handelt, kann es sein, dass dabei mal das Volumen, mal das Gewicht zum Tragen kommt.

Kalkulationsrechner und konkretes Angebot für Seefracht Import / Export

Mit unserem Kalkulationsrechner können Sie ganz einfach selbst berechnen, was beim Seefracht (LCL)-Transport an Transport- und Nebenkosten auf Sie zukommt. Dabei ist auch eine Kalkulation für mehrere Sendungen innerhalb eines Transports möglich.

Wir unterbreiten Ihnen gerne ein präzises Angebot. Durch unser weltweites Netzwerk können wir Ihnen jegliche Routen in der Seefracht anbieten. Zu unseren Rennstrecken zählen die Verkehre zwischen Deutschland und China, Hongkong, Malaysia, Thailand, Taiwan, Singapur, der Türkei, den Vereinigte Arabische Emiraten, Saudi-Arabien, Afrika, Australien und  den USA.

Nutzen Sie dafür unser Kontaktformular, rufen Sie uns oder schicken Sie uns eine E-Mail. Die Kontaktdaten finden Sie im Kontaktbereich. Wir werden uns dann unverzüglich wegen eines konkreten Angebotes bei Ihnen melden.

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Als internationale Spedition im Bereich der Seefracht, können wir Ihnen günstige Seefrachtraten zu jeglichen Destinationen anbieten.

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Seefracht-Preise berechnen: woraus sich Ihr Frachtpreis wirklich zusammensetzt

“Was kostet ein Container nach Shanghai?” Die Frage kommt fast täglich. Und ehrlich gesagt lässt sie sich am Telefon nie in einem Satz beantworten. Zu viele Stellschrauben. Die wichtigste zuerst, denn sie entscheidet über alles Weitere: Buchen Sie einen ganzen Container, oder teilen Sie sich den Laderaum mit anderen Sendungen?

FCL oder LCL: hier fällt die Grundsatzentscheidung

Zwei Abkürzungen begegnen Ihnen ständig. FCL steht für Full Container Load, also den kompletten Container nur für Ihre Ware. LCL heißt Less than Container Load, der klassische Sammelcontainer, in dem sich mehrere Kunden den Platz teilen. Beim FCL zahlen Sie pauschal für die Box, egal ob sie randvoll oder halb leer ist. Beim LCL zahlen Sie nur den Anteil, den Ihre Sendung tatsächlich belegt. Klingt simpel. Für die Rechnung macht es einen großen Unterschied.

Mehr zu unserem Seefracht-Angebot finden Sie auf der Übersichtsseite. Hier geht es um die Kalkulation dahinter.

So wird LCL abgerechnet: die Frachttonne

Bei Sammelgut rechnet die Reederei nach der Frachttonne, im Fachjargon W/M für Weight or Measurement. Das Prinzip ist einfach. Es zählt der höhere Wert aus Gewicht und Volumen. In der Seefracht setzt man dafür 1 Kubikmeter gleich 1.000 Kilogramm. Wiegt Ihre Sendung pro Kubikmeter mehr als eine Tonne, zahlen Sie nach Gewicht. Ist sie leicht und sperrig, zahlen Sie nach Volumen. Die Reederei nimmt sich immer den Wert, der für sie höher ausfällt. Das ist keine Abzocke, sondern schlicht die Logik knappen Laderaums.

Ein kurzes Rechenbeispiel macht das greifbar. Drei Sendungen, jeweils der Vergleich zwischen Kubikmetern und Tonnen:

Sendung Volumen Gewicht Berechnet als
Leichte Kartonware 3 m³ 1,5 t 3 Frachttonnen (Volumen zählt)
Maschinenteile 2 m³ 2,4 t 2,4 Frachttonnen (Gewicht zählt)
Sperrige Verpackung 5 m³ 4 t 5 Frachttonnen (Volumen zählt)

Sie sehen es sofort. Bei der leichten Ware gibt das Volumen den Ausschlag, bei den dichten Maschinenteilen das Gewicht. Deshalb lohnt es sich, vor der Buchung beide Werte sauber zu ermitteln. Wer nur das Gewicht meldet und das Volumen über den Daumen schätzt, erlebt auf der Rechnung manchmal eine böse Überraschung.

Was ein Container fasst und warum FCL anders tickt

Beim ganzen Container spielt die Frachttonne keine Rolle mehr. Sie zahlen einen Pauschalpreis pro Box. Ob Sie 20 oder 30 Kubikmeter hineinpacken, am Grundpreis ändert das nichts. Zur Orientierung ein grober Blick auf die Fassungsvermögen, verstehen Sie das bitte als Richtwerte:

  • 20-Fuß-Standardcontainer: rund 33 m³
  • 40-Fuß-Standardcontainer: rund 67 m³
  • 40-Fuß High Cube: rund 76 m³, weil er höher gebaut ist

Dazu kommen die Spezialisten für besondere Ladung. Der Reefer ist der Kühlcontainer für temperaturgeführte Ware. Der Open Top hat ein offenes Dach, praktisch wenn per Kran von oben beladen wird. Der Flat Rack besteht im Grunde nur aus Boden und Stirnwänden, gedacht für Übermaße und Schwergut. Diese Sondertypen kosten mehr als eine Standardbox. Das gehört von Anfang an in die Kalkulation, sonst rutscht es später als Überraschung rein.

Faustregel: ab wann lohnt der eigene Container?

Die Klassiker-Frage. Ab welchem Volumen wird FCL günstiger als LCL? Als grobe Orientierung nennt man oft 13 bis 15 Kubikmeter. Das ist keine feste Grenze, sondern ein Erfahrungswert. Darunter fahren Sie meist mit dem Sammelcontainer besser. Darüber wird der eigene 20-Fuß-Container häufig die rundere Lösung, auch weil Ihre Ware dann nicht mit fremden Sendungen umgestapelt wird. Der häufigste Fehler in der Praxis: Kunden buchen aus Gewohnheit LCL, obwohl die Sendung längst in den FCL-Bereich gewachsen ist. Wenn Sie in diesem Grenzbereich liegen, lassen Sie beide Varianten rechnen.

Die Zuschläge, die viele unterschätzen

Jetzt wird es unübersichtlich, und hier verlieren Kunden gern den Überblick. Die reine Seefracht, die Grundrate, ist nur der Anfang. Obendrauf kommen diverse Zuschläge und Nebenkosten. Die wichtigsten:

  • BAF (Bunker Adjustment Factor): Ausgleich für schwankende Treibstoffpreise.
  • CAF (Currency Adjustment Factor): Ausgleich für Wechselkursschwankungen, meist beim US-Dollar.
  • THC (Terminal Handling Charge): Umschlag im Hafen, und zwar auf beiden Seiten, im Abgangs- wie im Ankunftshafen.
  • ISPS: Sicherheitszuschlag nach dem internationalen Hafensicherheitscode.
  • B/L-Gebühr: für die Ausstellung des Konnossements.
  • Peak Season Surcharge: in Zeiten hoher Nachfrage, etwa vor dem chinesischen Neujahr.

Dann sind da noch Vorlauf und Nachlauf, also der Lkw-Transport vom Absender zum Hafen und vom Zielhafen zum Empfänger, dazu die Zollabwicklung. Wer den kompletten Ablauf aus einer Hand will, ist bei einer internationalen Spedition richtig aufgehoben, die all diese Posten koordiniert.

Ein Kostenblock verdient besondere Aufmerksamkeit: das Standgeld. Zwei Begriffe sollten Sie kennen. Demurrage fällt an, wenn Ihr Container zu lange im Hafen steht, bevor er abgeholt wird. Detention fällt an, wenn Sie den Container zu lange außerhalb des Hafens behalten, etwa beim Entladen auf dem Werksgelände. Beides summiert sich schnell, Tag für Tag. Aus der Praxis: Die teuersten Überraschungen entstehen selten bei der Fracht selbst. Sie entstehen beim Standgeld, weil die Abholung oder Entladung hakt.

Seefracht oder Luftfracht: der ehrliche Vergleich

Manchmal ist das Schiff nicht die richtige Wahl. Der grundsätzliche Unterschied in Kürze:

Kriterium Seefracht Luftfracht
Kosten günstig bei großen Mengen deutlich teurer pro Kilo
Dauer Wochen Tage
Volumengewicht 1 m³ = 1.000 kg 1 m³ = 167 kg
Typisch für Volumen und schwere Ware eilige, hochwertige Ware

Die Zeile mit dem Volumengewicht ist der Knackpunkt. In der Luftfracht rechnet man nach dem IATA-Faktor 6.000, das ergibt 167 Kilo pro Kubikmeter. Leichte, sperrige Ware wird in der Luft also schnell teuer. Wie das im Detail funktioniert, lesen Sie auf unserer Seite zur Luftfracht. Meine klare Empfehlung: Wenn es nicht brennt und die Menge stimmt, gewinnt fast immer das Schiff.

Incoterms: wer zahlt was?

Bevor wir überhaupt einen Preis nennen können, muss klar sein, bis wohin Sie zahlen und ab wo der Empfänger übernimmt. Das regeln die Incoterms. Drei sind in der Seefracht besonders gängig. Bei FOB (Free on Board) liefern Sie bis an Bord des Schiffes im Abgangshafen, danach trägt der Käufer Fracht und Risiko. Bei CFR (Cost and Freight) zahlen Sie die Fracht bis zum Zielhafen, das Risiko geht aber schon früher über. Bei CIF (Cost, Insurance and Freight) kommt die Transportversicherung bis zum Zielhafen obendrauf. Welche Klausel für Sie sinnvoll ist, hängt vom Geschäft ab. Die vollständigen Definitionen finden Sie in unserem Glossar.

Diese Dokumente gehören dazu

Ohne Papiere fährt kein Container. Das zentrale Dokument ist das Konnossement, auf Englisch Bill of Lading, kurz B/L. Es ist gleichzeitig Frachtvertrag, Empfangsbestätigung und Warenwertpapier. Dazu kommen die Handelsrechnung und die Packliste für Zoll und Empfänger. Für die Einfuhr brauchen Sie die Zolldokumente des Bestimmungslandes. Bei Gefahrgut wird es strenger. Dann ist die Deklaration nach IMDG-Code Pflicht, dem internationalen Regelwerk für gefährliche Güter auf See.

Sonderladung braucht eine eigene Kalkulation

Standardware in der Standardbox ist der einfache Fall. Sobald es davon abweicht, wird es individuell. Temperaturgeführte Ware fährt im Reefer, und die Kühlkette darf an keiner Stelle reißen. Das erfordert Planung und kostet entsprechend. Gefahrgut nach IMDG unterliegt strengen Vorschriften bei Verpackung, Stauung und Dokumentation. Projekt- und Schwergut, das nicht in einen normalen Container passt, fährt auf Flat Rack oder als Breakbulk und wird ohnehin einzeln kalkuliert. Ein gutes Beispiel für anspruchsvolle Ladung sind komplette Maschinen oder Fahrzeugteile, wie sie in der Automotive-Logistik täglich anfallen. Solche Sendungen rechnet man nicht über den Daumen.

Häufige Fragen

Was kostet ein Container denn nun konkret?

Ganz ehrlich: Einen festen Pauschalpreis gibt es nicht. Der Preis schwankt mit Route, Saison, Treibstoff und Auslastung der Reedereien. Seriös nennt Ihnen niemand eine Zahl, ohne Relation, Volumen und Termin zu kennen. Deshalb rechnen wir jede Anfrage einzeln durch.

Wie lange dauert der Transport?

Auf den großen Fernrouten müssen Sie mit mehreren Wochen rechnen, Vorlauf und Nachlauf eingerechnet. Feste Tagesgarantien geben wir bewusst nicht, weil Wetter, Hafenauslastung und Umschlag zu viel Einfluss haben. Planen Sie mit Puffer.

Brauche ich eine Transportversicherung?

Ja, dazu raten wir klar. Die Haftung der Reederei ist gesetzlich begrenzt und deckt im Schadensfall selten den vollen Warenwert. Eine separate Transportversicherung schließt genau diese Lücke. Bei hochwertiger Ware ist das keine Frage des Ob, sondern des Wie viel.

Was ist der Unterschied zwischen Reederei und Spedition?

Die Reederei betreibt die Schiffe und verkauft Laderaum. Die Spedition organisiert den kompletten Transport für Sie: Buchung, Vorlauf, Nachlauf, Zoll, Dokumente, im Zweifel über mehrere Reedereien hinweg. Kurz gesagt, die Reederei fährt, die Spedition kümmert sich um alles drumherum.

Seefracht-Angebot anfordern

Oder rufen Sie uns direkt an: +49 (0)89 1250 30 790. Wir rechnen Ihre Sendung ehrlich durch, mit allen Zuschlägen offen auf dem Tisch.