
Luftfracht Charter – Ihr Frachtcharter für zeitkritische und übergroße Sendungen
Wenn Linienkapazität nicht reicht, kein regulärer Flug passt oder Ihre Ladung schlicht zu groß, zu schwer oder zu dringend ist, bringt ein Luftfracht Charter Ihre Sendung dennoch pünktlich ans Ziel. Als erfahrene Spedition organisieren wir für Sie Voll-, Teil- und ACMI-Charter weltweit – vom einzelnen Palettenplatz bis zum kompletten Frachtflugzeug. Gerade jetzt, bei knapper Main-Deck-Kapazität und teilweise von der See auf die Luft verlagerten Volumen, ist ein Luftfracht Charter Service für viele Verlader die planbarste Lösung.
Was ist ein Luftfracht-Charter?
Ein Luftfracht-Charter (auch Frachtcharter oder Cargo-Charter) ist die exklusive Anmietung von Laderaum – oder eines ganzen Frachtflugzeugs – für eine bestimmte Sendung und Route, unabhängig vom Flugplan der Linienfluggesellschaften. Statt Ihre Fracht auf regelmäßig verkehrende Linienflüge zu buchen, stellen wir Ihnen einen dedizierten Charterflug für Fracht zusammen: Sie bestimmen Abflughafen, Zielflughafen und Zeitfenster, wir sichern die passende Maschine und Kapazität.
Der Charter ist damit das Gegenmodell zur planmäßigen Luftfracht. Er kommt dann ins Spiel, wenn die verfügbare Linien- oder Belly-Kapazität (Frachtraum in Passagiermaschinen) nicht ausreicht, wenn Direktverbindungen fehlen oder wenn Ihre Ladung die Grenzen des Standard-Luftfracht-Handlings sprengt. Ein Charter lässt sich je nach Verfügbarkeit innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen aufsetzen – in der Regel schneller, als eine feste Linienbuchung mit Anschlussflügen es ermöglicht. Wie ein Charter im Verhältnis zu unseren übrigen Luftfracht-Leistungen steht, erläutern wir Ihnen gern im persönlichen Gespräch.
Wann lohnt sich ein Frachtcharter?
Ein Frachtcharter ist selten die günstigste, aber oft die einzige oder die wirtschaftlich sinnvollste Lösung. Typische Szenarien, in denen sich ein Charter rechnet:
- Zeitkritische Sendungen & Notfall-/Eilcharter: Produktionsstillstand droht, ein Ersatzteil muss über Nacht ans andere Ende der Welt – ein Notfall-Charter startet, sobald Maschine und Slot bereitstehen, nicht erst zum nächsten Flugplan-Slot.
- Kapazitätsengpässe: Auf stark nachgefragten Relationen ist Main-Deck-Kapazität knapp und Belly-Raum ausgebucht. Ein Charter sichert Ihnen garantierten Laderaum, wenn Linienflüge überbucht sind.
- Übermaß und Schwergut: Übergroße und schwere Luftfracht, die durch keine Standard-Frachttür passt, lässt sich per Nose-Loader oder Rampenflugzeug befördern.
- Gefahrgut: Sendungen mit hohem Gefahrgut-Anteil oder Kombinationen, die auf Linienflügen nicht zusammen befördert werden dürfen, lassen sich im Charter kontrolliert verladen.
- Projektladung: Anlagen, Maschinen oder komplette Ausstellungen als geschlossene Einheit – ein Vollcharter transportiert das Projekt in einem Zug statt in vielen Teilsendungen.
- Perishables & Pharma: Verderbliche Ware, temperaturgeführte Pharmasendungen oder Lebendtiere profitieren von kürzeren Standzeiten und durchgehender Kühlkette.
- Automotive-Serienausfall: Bei drohendem Bandstillstand in der Automobilproduktion ist ein Charter – oder ein On-Board-Courier für kleinere Teile – oft günstiger als jede Stunde Produktionsausfall.
Charter-Arten: Voll-, Teil- und ACMI-Charter
Nicht jeder Charter bedeutet ein ganzes Flugzeug. Je nach Sendungsgröße und Budget wählen wir gemeinsam die passende Form.
Vollcharter
Beim Vollcharter mieten Sie ein komplettes Frachtflugzeug exklusiv für Ihre Sendung. Sie bestimmen Route und Timing zu 100 %. Das lohnt sich bei großen Volumen, Projektladung oder wenn absolute Termintreue zählt. Je nach Bedarf reicht das Spektrum vom mittleren Frachter bis zur Großraummaschine.
Teilcharter
Beim Teilcharter teilen Sie sich den Laderaum mit anderen Verladern und zahlen nur für den tatsächlich genutzten Anteil. Diese Variante ist in der Regel günstiger als ein Vollcharter und trotzdem oft schneller sowie planbarer als klassische Linienluftfracht – ideal für mittlere Volumen auf nachgefragten Relationen.
ACMI-Charter
Ein ACMI-Charter steht für Aircraft, Crew, Maintenance und Insurance: Der Betreiber stellt Flugzeug, Crew, Wartung und Versicherung, abgerechnet in der Regel pro Blockstunde. Betriebskosten wie Treibstoff, Gebühren und Handling trägt üblicherweise der Auftraggeber. ACMI ist die Grundlage vieler Charterlösungen und erlaubt es, kurzfristig zusätzliche Frachtkapazität bereitzustellen, ohne dass eine eigene Flotte nötig wäre. Für Sie als Verlader heißt das: flexible, skalierbare Kapazität genau dann, wenn Sie sie brauchen.
On-Board-Courier (OBC)
Für kleine, extrem dringende Sendungen ist der On-Board-Courier die schnellste Option: Ein Kurier begleitet Ihre Ware als Handgepäck auf einem Linienflug und übergibt sie persönlich am Ziel. Kein Warten auf Cargo-Prozesse, lückenlose Obhut von der Abholung bis zur Zustellung – die Antwort auf drohenden Serienausfall bei einzelnen kritischen Teilen.
Aktuelle Charter-Verbindungen ab Shanghai, Hongkong und Europa
Der Markt bleibt in Teilen angespannt: Die dedizierte Frachterkapazität ist auf vielen Hauptrelationen rückläufig, während Belly-Raum in Passagiermaschinen inzwischen etwa zwei Drittel der verfügbaren Luftfrachtkapazität stellt. Gleichzeitig kann eine gestörte Seefracht – etwa durch die Umfahrung des Roten Meeres – Volumen von der See auf die Luft verlagern; längere Transitzeiten auf dem Seeweg machen den Charter für Elektronik, Automotive-Teile und hochwertige Güter dann wieder attraktiv. Dazu kommen weiterhin starke E-Commerce- und Technologie-Volumen ab China.
Genau aus diesem Anlass organisieren wir aktuell verstärkt Luftfracht-Charter ab Shanghai, Hongkong und Europa. Ob Sie regelmäßig große Volumen aus Fernost bewegen oder eine einmalige große Sendung planen – wir bündeln Nachfrage und sichern Ihnen Kapazität auf den kritischen Relationen. Details zu Verzollung, Dokumenten und Ablauf im Fernost-Verkehr finden Sie auf unseren Länderseiten China Import & Export und Hongkong Import & Export.
Welche Ladung transportieren wir per Charter?
Der Charter spielt seine Stärke vor allem dort aus, wo Standard-Luftfracht an Grenzen stößt. Wir befördern per Charter unter anderem:
- Übergroße Kolli (Out-of-Gauge / Outsize Cargo): Ladung, die die Maße regulärer Frachttüren überschreitet – hier kommen Rampen- und Nose-Loader-Flugzeuge zum Einsatz, die auch sperrige, unteilbare Einheiten aufnehmen.
- Schwergut: Einzelstücke und Maschinen mit hohem Gewicht, die auf die Nutzlast des jeweiligen Frachters abgestimmt verladen werden.
- Gefahrgut: Klassifizierte Sendungen nach IATA-DGR – was als Gefahrgut gilt und wie es dokumentiert wird, erklären wir im Glossar.
- Übergepäck & Einzelsendungen: Von der Messeausstattung bis zum Übergepäck-Transport großer Ausrüstung.
- Temperaturgeführte Ware: Pharma, Perishables und andere sensible Güter mit durchgehender Kühlkette.
Wichtig für die Kalkulation: In der Luftfracht zählt nicht nur das reale Gewicht, sondern das Volumengewicht (Chargeable Weight). Voluminöse, leichte Sendungen werden nach Volumen berechnet – ein Faktor, den wir bei der Charter-Auslegung von Anfang an berücksichtigen.
Ablauf: Ihr Charter in wenigen Schritten
- Anfrage & Sendungsdaten: Sie nennen uns Maße, Gewicht, Beschaffenheit, Start- und Zielflughafen sowie Ihr Zeitfenster.
- Kapazitäts- und Flugzeugauswahl: Wir prüfen verfügbare Maschinen und schlagen die passende Charter-Art (Voll, Teil, ACMI oder OBC) vor.
- Angebot & Slotsicherung: Sie erhalten ein verbindliches Angebot; nach Freigabe sichern wir Flugzeug und Zeitfenster.
- Handling, Dokumente & Gefahrgut: Wir organisieren Vorlauf, Beladung, Zoll- und Gefahrgutdokumentation.
- Durchführung & Tracking: Der Charter fliegt, Sie bleiben durchgehend informiert – bis zur Zustellung am Zielort.
Kostenfaktoren beim Luftfracht-Charter
Der Preis eines Luftfracht Charter Service ergibt sich aus mehreren Faktoren. Feste Tabellenpreise gibt es hier bewusst nicht – jeder Charter wird individuell kalkuliert. Die wichtigsten Stellschrauben:
- Flugzeugtyp & Nutzlast: Je größer die Maschine, desto höher die Fixkosten. Marktgängige Frachter reichen von der Boeing 777F (in der Größenordnung von rund 100 t Nutzlast) über die Boeing 747-8F (bis etwa 130–137 t) bis zur Antonov An-124 für Outsize-Cargo (typisch bis rund 120 t, Spezialkonfigurationen mehr). Die genaue Nutzlast hängt von Version, Reichweite und Beladung ab.
- Strecke & Blockstunden: ACMI-Charter werden meist pro Blockstunde abgerechnet – Entfernung und Flugzeit bestimmen den Grundpreis.
- Voll- vs. Teilcharter: Beim Teilcharter zahlen Sie nur Ihren Kapazitätsanteil, was die Kosten pro Sendung deutlich senkt.
- Handling-Aufwand: Übermaß, Schwergut, Gefahrgut oder Kühlung erhöhen den Aufwand und damit den Preis.
- Verfügbarkeit & Vorlauf: Kurzfristige Notfall-Charter kosten in der Regel mehr als planbar vorbereitete Flüge.
- Vor- und Nachlauf: Trucking zum Abflughafen und Zustellung am Ziel – auf Wunsch inklusive Landverkehr als Vor- und Nachlauf.
Eine erste Orientierung für planbare Luftfracht-Sendungen erhalten Sie mit unserem Luftfracht-Preisrechner; für einen konkreten Charter erstellen wir Ihnen ein individuelles Angebot.
Häufige Fragen
Was bedeutet ACMI-Charter?
ACMI steht für Aircraft, Crew, Maintenance und Insurance. Der Betreiber stellt Flugzeug, Besatzung, Wartung und Versicherung – abgerechnet in der Regel pro Blockstunde. Betriebskosten wie Treibstoff, Gebühren und Handling trägt üblicherweise der Auftraggeber. So lässt sich kurzfristig zusätzliche Frachtkapazität bereitstellen, ohne eine eigene Flotte vorzuhalten.
Wann lohnt sich ein Frachtcharter gegenüber Linienluftfracht?
Ein Charter lohnt sich, wenn Linienkapazität knapp oder ausgebucht ist, wenn Ihre Sendung zu groß, zu schwer oder zu dringend für Linienflüge ist, oder wenn ein Produktionsstillstand droht. Bei großen Einzelvolumen oder Projektladung ist der Vollcharter oft die einzige planbare Lösung.
Was ist der Unterschied zwischen Voll- und Teilcharter?
Beim Vollcharter mieten Sie ein komplettes Flugzeug exklusiv und bestimmen Route und Timing allein. Beim Teilcharter teilen Sie sich den Laderaum mit anderen Verladern und zahlen nur für Ihren Anteil – günstiger, aber weniger flexibel bei Route und Zeitfenster.
Wie schnell können Sie einen Notfall-Charter organisieren?
Je nach Verfügbarkeit von Flugzeug und Slots lässt sich ein Notfall- oder Eilcharter innerhalb weniger Stunden bis Tage aufsetzen. Für kleine, extrem dringende Teile ist zusätzlich ein On-Board-Courier möglich, der unter Umständen noch am selben Tag mit dem nächsten Linienflug starten kann.
Befördern Sie auch übergroße und schwere Luftfracht per Charter?
Ja. Für übergroße Kolli und Schwergut setzen wir Rampen- und Nose-Loader-Flugzeuge ein, die auch unteilbare, sperrige Einheiten aufnehmen. Maße, Gewicht und Schwerpunkt stimmen wir vorab mit dem passenden Flugzeugtyp ab.
Sie haben eine zeitkritische, übergroße oder außergewöhnliche Sendung? Kontaktieren Sie uns für ein individuelles Charter-Angebot – wir finden die passende Kapazität, auch kurzfristig.
01. Sie benötigen ein Angebot
Als internationale Spedition im Bereich der Luftfracht können wir durch unser weitreichendes Netzwerk einen vollumfänglichen Service zu guten Konditionen anbieten.