Was bedeutet der Begriff "CMR"?

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Die CMR ist ein seit 1956 bestehendes internationales Übereinkommen über Beförderungsverträge für internationale Landtransporte. Die Abkürzung steht für die französische Bezeichnung ‚Convention relative au contrat de transport international de marchandises par route‘.

Dem Abkommen gehören alle europäischen Staaten, die Nachfolgeländer der Sowjetunion, die Türkei sowie einige Staaten des Nahen Ostens an. CMR kommt zur Anwendung, wenn bei einem Transportgut mindestens das Abgangs- oder das Empfangsland ein CMR-Mitgliedsstaat ist. Dann müssen beim Frachtvertrag zwischen den Vertragsparteien zwingend die Vereinbarungen des Abkommens zugrunde gelegt werden. Im Zweifel haben die CMR-Bestimmungen Vorrang vor nationalem Recht.

Der Frachtvertrag nach CMR-Standards betrifft wichtige Rechte und Pflichten des Absenders, des Frachtführers und des Empfängers. Dabei geht es zum Beispiel um Fragen der Haftung, die Schadensberechnung im Haftungsfall, Reklamations- und Verjährungsfristen.

Es ist möglich, aber nicht zwingend, für den Transport einen speziellen CMR-Frachtbrief auszustellen. Er hat neben dem reinen Informationszweck auch Beweis- und Quittungsfunktion. Die Wirksamkeit eines Frachtvertrags wird dadurch nicht berührt.

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