Was bedeutet der Begriff "Out of gauge"?

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Der Begriff „out of gauge“ lässt sich auf Deutsch mit „außerhalb der Spur“ oder „außerhalb des Maßes“ übersetzen. In der Logistik bezeichnet er Ladungen mit Übergröße. Oft wird auch das Kürzel OOG für solche Transportgüter verwendet.

OOG-Ladungen können wegen ihrer Beschaffenheit nicht mit standardisierten Containern befördert werden. Dennoch ist ein Container-Transport in vielen Fällen möglich. Dazu kommen spezielle Container zum Einsatz – sogenannte OOG-Container oder Out Of Gauge-Container. Sich zeichnen sich entweder durch Abmessungen außerhalb der Norm aus oder sind an einer oder mehreren Seiten offen, um Ladungen mit Übergrößen aufnehmen zu können. Typische Container-Typen, die hier zum Einsatz kommen, sind:

– Flat Rack Container: sind Container mit Stirnwänden oder Rungen, aber ohne Seitenwände und Dach.
– Open Top Container: haben entweder kein Dach oder nur eine Plane als Bedeckung. Ansonsten sind aber Seiten- und Stirnwände vorhanden.
– Plattform Container: bestehen nur aus einer Bodenkonstruktion (Plattform). Sie sind ansonsten nach oben und nach allen Seiten offen.

Typisches Ladegut für OOG-Ladungen sind größere Maschinenteile, Generatoren oder Fahrzeuge mit außergewöhnlichen Abmessungen (Busse, Baumaschinen, Traktoren). Der Vorteil des Transportes als OOG-Ladung besteht darin, dass trotz der Übergrößen die herkömmliche Container-Verschiffung genutzt werden kann. Diese bietet aufgrund ihrer weltweiten Verbreitung flexiblere Einsatzmöglichkeiten, ein vielfältigeres Angebot und steht auf mehr Routen zur Verfügung.

Wegen des größeren benötigten Platzes beim Transport, der weniger Raum für Standard-Container lässt, werden für OOG-Ladungen besondere Zuschläge berechnet, die in die Frachtrate mit einkalkuliert werden.

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