Was bedeutet der Begriff "FCL"?

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Unter dem Kürzel FCL wird bei der Seefracht die Vollcontainer-Ladung verstanden. FCL steht dabei für den englischen Begriff „Full Container Load“ – im Gegensatz zu „Less than Container Load“ oder LCL, einer Ladung, die einen Container nur teilweise ausfüllt.

Vollcontainer-Ladung ohne Zwischenumschlag

Bei FCL-Ladungen wird der Container in der Regel vom Versender komplett beladen und vom Empfänger am Ziel entladen. Während des Transports vom Versender zum Empfänger findet in der Transportkette kein Warenumschlag statt. Der Reeder übernimmt denn auch vom Ablader den bereits vom Zoll verplombten Container ohne weitere Bearbeitung zur Verfrachtung. Vollcontainer-Transporte erfolgen oft intermodal, indem in der Transportkette vom Ausgangsort bis zum Ziel neben der Verschiffung auch andere Transportmittel genutzt werden, zum Beispiel LKW, Güterzüge, ggf. auch das Flugzeug.

Standard-Container im Einsatz

In der Handelsschifffahrt kommen überwiegend 20′- und 40′-Standardcontainer nach ISO-Norm (sogenannte ISO-Container) mit folgenden Maßen zum Einsatz:

  • 20′-Container: Länge 6,095 m; Höhe 2,352 m; Breite 2,393 m; Volumen 33,2 m³
  • 40′-Container: Länge 12,032 m; Höhe 2,352 m; Breite 2,393 m; Volumen 67,7 m³

Diese beiden Container-Typen werden millionenfach im Seetransport genutzt. Es gibt darüber hinaus weitere Standard-Container mit zum Teil abweichenden Maßen. Ein 20′-Container kann bei voller Beladung rund 10.000 Kleidungsstücke oder 20.000 Uhren aufnehmen. FCL-Ladungen werden aber auch für Sperrgut, das heißt volumenmäßig umfangreiche Einzelstücke mit spezifischen Abmessungen, verwandt. So können zum Beispiel auch Fahrzeug-Transporte als FCL-Beförderung organisiert werden.

Weitere Container-Typen und deren Abmessungen

Schnell und praktisch

Da FCL-Ladungen ohne weiteren Umschlag transportiert werden und im Handling vergleichsweise praktisch sind, ist die Beförderung in der Regel schneller und einfacher als bei LCL-Transporten.

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