Autokauf in den USA/Kanada und Import

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Autokauf in den USA/Kanada und Import

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Als internationale Spedition kümmern wir uns auch um die Abholung Ihres Fahrzeuges in den USA, den Transport nach Deutschland und die Auslieferung zu Ihnen nach Hause. Wir übernehmen in diesem Zusammenhang die Abwicklung der nötigen Formalitäten und bieten Ihnen zahlreiche weitere Sonderleistungen an. Unser Spezialisten-Know How rechnet sich für Sie.

Angebot anfordernUnsere Kunden müssen sich bei ihrem US-Autokauf nur noch um wenig selbst kümmern, gewinnen höchstmögliche Sicherheit und können den Wagen sofort nutzen, wenn er bei ihnen ausgeliefert wird.

Um einen Einblick in die gesamte Thematik zu geben, haben wir diverse Informationen zum Autokauf, der Abwicklung/Verschiffung und Abfertigung zusammengetragen.

Unsere Experten informieren Sie gerne näher hierzu und unterbreiten Ihnen ein attraktives Angebot. Zögern Sie nicht, von unserer langjährigen Erfahrung auf diesem Gebiet Gebrauch zu machen. Wir freuen uns, Ihnen beim US-Autoimport helfen zu dürfen.

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
2. Autokauf in den USA – wann ist der interessant?
3. So finden Sie ein passendes Fahrzeug auf dem US-Markt
3.1 Internet-Recherche über spezielle Portale
3.2 Suche in Anzeigen-Netzwerken
3.3 Ausschau während eines USA-Aufenthalts
4. Fahrzeug-Check – nicht die Katze im Sack kaufen
5. Wichtige Schritte bei Ihrem Autokauf in den USA
5.1 Kaufpreis und Kaufvertrag
5.2 Vertragsabwicklung und Zahlung
5.3 Fahrzeugimport – der Ablauf
5.4 Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen
5.5 Oft unterschätzt – die Zeit für den Transport
6. Umrüstung und Zulassung
6.1 Anforderungen für Umrüstungen und Umbauten
6.2 Die Zulassung
7. Ihr zuverlässiger Partner bei US-Fahrzeugimporten

1. Einleitung

Der US-Automarkt ist immer noch unübertroffen, was die Breite und Tiefe der Auswahl betrifft. Manche Modelle sind nur hier zu bekommen und – trotz schwankender Wechselkurse – kann der Erwerb in den Vereinigten Staaten auch preislich immer noch attraktiv sein. Zum Beispiel weil viele Fahrzeuge dort mit Ausstattungen als Standard angeboten werden, die bei uns als teure Extras zu bezahlen sind. Für die Verwirklichung Ihres Fahrzeugtraums können die USA also nach wie vor so etwas wie das Land der unbegrenzten Möglichkeiten sein.

Doch wer sich nicht auskennt, läuft auch Gefahr, unliebsame Überraschungen zu erleben. Das fängt schon damit an, dass der Wagen meist „auf Distanz“ gekauft werden muss. Nicht jeder kann das Auto persönlich vor Ort in Augenschein nehmen, vielfach muss man sich auf Fotos und Beschreibungen im Internet verlassen. Die können trügerisch sein. Viele Kaufinteressenten sind auch nicht mit den Marktgepflogenheiten in den Vereinigten Staaten vertraut, die sich erheblich von den deutschen Usancen unterscheiden – gerade wenn es um Gebrauchtwagen geht. Nicht selten kommen Sprachbarrieren und Mentalitätsunterschiede hinzu.

Damit Sie hier nicht sprichwörtlich „in die Falle tappen“ und wissen, woran Sie alles denken müssen, haben wir Ihnen in diesem Guide einige praktische Tipps zu Ihrem Autokauf in den USA zusammengestellt. Wir befassen uns dabei nicht nur mit dem eigentlichen Auswahl- und Kaufprozess, sondern auch dem Transport, der Ausfuhr Ihres Fahrzeugs, dem Import nach Europa sowie der Umrüstung und Zulassung auf unseren Straßen. Dadurch erhalten Sie eine transparente Übersicht über alle relevanten Aspekte und können sich systematisch vorbereiten.

Nutzen Sie den Guide einfach als Checkliste, die Sie Punkt für Punkt abhaken, oder als Nachschlagewerk für offene Fragen bei Ihrem US-Autokauf. Wir wünschen Ihnen bei der Suche und dem Kauf Ihres Wunschautos in den Vereinigten Staaten viel Erfolg!

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2. Autokauf in den USA – wann ist der interessant?

Es gibt nach wie vor gute Gründe, sich in den USA nach einem Auto umzusehen:

  • viele Modelle werden nur hier angeboten oder sind wegen des größeren Marktes besser verfügbar. Dies gilt vor allem, wenn es um Raritäten, bestimmte Oldtimer oder exotische Fahrzeuge geht. Wenn Sie das Besondere suchen, führt an den Vereinigten Staaten oft kein Weg vorbei;
  • manches – auch bei uns erhältliche – Fahrzeug wird auf dem US-Markt mit einer deutlich üppigeren Standardausstattung als auf europäischen Märkten verkauft. Hier macht sich die differenzierte Markt- und Preispolitik der Hersteller bemerkbar. Viele bei uns als Aufpreis zu zahlende Extras sind in den USA schon im Preis enthalten, die Konditionen dadurch durchaus attraktiv;
  • besonders lohnend kann der Kauf bei günstigen Wechselkursrelationen sein.

Die Entwicklung des Euro lieferte allerdings in den letzten ein bis zwei Jahren wenig wechselkursbezogene Argumente für einen Fahrzeugerwerb in den USA. Die europäische Einheitswährung war in 2014 durch einen starken Kursverfall gegenüber dem Dollar geprägt, in den letzten Monaten – Stand September 2015 – verlief die Entwicklung eher seitwärts. Das hat Fahrzeuge in den USA für Käufer aus dem Euro-Raum insgesamt teurer gemacht. Dennoch kann nicht generell davon gesprochen werden, dass sich der Autokauf in den Vereinigten Staaten nicht mehr lohnt. Es gibt nach wie vor viele günstige Gelegenheiten und wer nach einem Fahrzeug sucht, dass nur hier angeboten wird, für den mag der Preis ohnehin nur eine nachgeordnete Rolle spielen.

Es spricht auch wenig dafür, auf „bessere Zeiten“ zu warten. Denn wie der Wechselkurs des Euro zum Dollar in ein bis zwei Jahren aussehen wird, gleicht fast dem Blick in die berühmte Glaskugel. Angesichts der anhaltenden Niedrigzinspolitik der EZB kann jedoch vermutet werden, dass der Euro kurz- bis mittelfristig eher nicht an Stärke gewinnen wird. Wenn also jetzt noch ein Preisvorteil beim US-Kauf besteht, sollte man nicht unbedingt in der Hoffnung auf günstigere Wechselkurse zögern. Sie könnte vergeblich sein.

Dabei empfiehlt sich allerdings ein genauer Preisvergleich. Denn zusätzlich zum eigentlichen Kaufpreis für das US-Fahrzeug müssen Sie auch noch Nebenkosten für Transport, Verzollung, Umrüstung und Zulassung einkalkulieren. Diese Nebenkosten können einen erheblichen Anteil an den Gesamtkosten ausmachen. Daneben sind auch noch einige weitere Aspekte zu berücksichtigen:

  • Sie können bei US-Importen bei uns üblicherweise keine kostenlosen Services von Vertragswerkstätten nutzen;
  • beim Wiederverkauf in Deutschland müssen Sie mit einem geringeren Verkaufserfolg rechnen, da deutsche Käufer meist einen Risikoabschlag vornehmen;
  • Verhandlungen mit US-Anbietern sind manchmal etwas schwierig. Der Zeitunterschied und sprachliche Hürden, gelegentlich auch andere Einstellungen, machen sich hinderlich bemerkbar;
  • Sie haben nicht unbedingt die Chance einer Probefahrt, um den Wagen zu testen;
  • unterschätzen Sie nicht die Zeit für die Überführung. Vom Kauf bis zur ersten Fahrt mit dem Wagen bei Ihnen zu Hause können schon mal zwei bis drei Monate vergehen. Zumindest müssen Sie mit einigen Wochen kalkulieren.

Es gibt auch noch ein paar US-Besonderheiten, die Sie kennen sollten: Insbesondere bei älteren Fahrzeugen müssen Sie mit Beschädigungen und Defekten, oft sogar mit gravierenderen Mängeln rechnen. Amerikaner sehen ihr Auto in der Regel als reinen Gebrauchsgegenstand. Deshalb werden Kratzer und Dellen vielfach nicht ausgebessert, selbst nachhaltigere Schäden bleiben unrepariert. Bei Autos, die älter als fünf Jahre sind, steigt das Risiko erfahrungsgemäß überproportional an. Deshalb Vorsicht bei betagten Gebrauchtwagen und verdächtig günstigen Angeboten!

In unserem Guide erfahren Sie, wie Sie sich gegen das Risiko eines solchen Fehlkaufs schützen können. Sie müssen nicht „die Katze im Sack“ kaufen, auch wenn Sie nicht selbst vor Ort sind.

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3. So finden Sie ein passendes Fahrzeug auf dem US-Markt

3.1 Internet-Recherche über spezielle Portale

Das Internet hat die Suche nach Fahrzeugen weltweit möglich gemacht. Die Recherche in geeigneten Websites ist sicher die einfachste und bequemste Art, einen geeigneten US-Wagen zu finden. Dabei sollten Sie einige Grundregeln beachten:

  1. das Fahrzeug darf nicht nur in den USA angeboten werden, sondern sollte auch darüber hinaus zum Verkauf stehen;
  2. der Anbieter sollte möglichst über gute bis sehr gute Bewertungen verfügen;
  3. prüfen Sie, ob es sich um einen gewerblichen oder privaten Verkäufer handelt. Dadurch können Sie die Professionalität besser einschätzen – ein wichtiger Faktor, insbesondere bei Kaufverhandlungen;
  4. achten Sie auf den Ort des Angebots. Bei Standorten im Inneren der USA oder nahe der Westküste müssen Sie mit zusätzlichen Transportkosten und längeren Transportzeiten rechnen. Am vorteilhaftesten sind Standorte in der Nähe oder an der US-Ostküste.
  5. klären Sie immer mit dem Anbieter, ob der Title – bei Gebrauchtwagen – oder das Certificate of Origin – bei Neuwagen – vorhanden ist und mit dem Kauf sofort zur Verfügung gestellt werden kann. Ohne diese Dokumente ist keine US-Zollabwicklung und damit auch keine Ausfuhr möglich.

Folgende Portale werden besonders gerne für die Suche nach US-Fahrzeugen genutzt:

www.cars.com

www.cars.com ist das US-Äquivalent zu AutoScout24.de und die beliebteste Website für Neu- und Gebrauchtwagen-Angebote in den Vereinigten Staaten. Sie wird sowohl von privaten wie auch gewerblichen Anbietern genutzt. Das Portal ging schon 1998 online und ist damit fast ein Internet-Oldie. Es verzeichnet monatlich mehr als 30 Millionen Klicks.

www.autotrader.com

www.autotrader.com verfügt ebenfalls über ein breites Angebot an US-Neu- und Gebrauchtwagen. Hier gibt es 14 Millionen Klicks im Monat.

www.autotraderclassics.com

Dieses Portal hat sich speziell auf den Handel mit US-Oldtimern und anderen Fahrzeug-Raritäten ausgerichtet. Es eignet sich daher gut, wenn Sie nach etwas ganz Besonderem suchen. Die Anbieter kennen allerdings in der Regel den Wert ihres Fahrzeugs und verlangen entsprechende Preise. Von daher dürfen Sie nicht unbedingt Schnäppchen erwarten. Manchmal findet sich aber doch ein „Glücksgriff“.

www.ebay.com/motors

In dieser Ebay-Rubrik können Sie ebenfalls nach US-Fahrzeugen recherchieren und mitbieten. Die angebotenen Wagen sind allerdings meist recht teuer, so dass es wenig günstige Gelegenheiten gibt. Die hohen Preise kommen durch die weltweit eintreffenden Gebote zustande, die tendenziell preistreibend wirken.

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3.2 Suche in Anzeigen-Netzwerken

Ebenfalls internetbasiert funktioniert die Suche über internationale Anzeigen-Netzwerke. Das größte Netzwerk – aber keineswegs das einzige – ist www.craigslist.org. Hier wird de facto alles angeboten, was sich von privat an privat verkaufen lässt – auch Autos. Bei craigslist finden Sie vor allem nicht-gewerbliche Offerten. Mancher private Anbieter muss sein Fahrzeug umständehalber verkaufen oder kennt sich mit den Marktverhältnissen nicht gut aus – das erhöht Ihre Chance, besonders günstig zum Zuge zu kommen.

Allerdings ist auch die Wahrscheinlichkeit von zweifelhaften Angeboten größer. Und nicht selten gestalten sich die Verhandlungen mit nicht-professionellen Partnern komplizierter. Auf jeden Fall sollten Sie von vorneherein auf die Vermeidung von Risiken achten. Unser Fahrzeuginspektions-Service vor dem Kauf und unser Treuhandservice beim Bezahlen machen das möglich.

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3.3 Ausschau während eines USA-Aufenthalts

Es gibt nicht wenige US-Reisende, die zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Sie erwerben bei der Einreise ein Fahrzeug, um damit durchs Land zu fahren und nehmen es anschließend mit nach Hause. Das erspart den Mietwagen und bietet die Chance des persönlichen Fahrzeug-Checks.

Wenn Sie davon Gebrauch machen, denken Sie daran, dass Sie für die Fahrt in den Vereinigten Staaten einen „Title“ (entspricht unserer Zulassungsbescheinigung Teil II bzw. dem Fahrzeugbrief) und eine „registration card“ (analog zur Zulassungbescheinigung Teil I bzw. zum Fahrzeugschein) benötigen. Die Anmeldung erfolgt über das örtliche Department of Motor Vehicles. Die Anmeldekosten betragen zwischen 10 und 70 US-Dollar – je nach Bundesstaat. Kennzeichen sind extra zu bezahlen. Professionelle Händler sind in der Regel gerne bei der Erledigung der Formalitäten behilflich. Über den amerikanischen Automobilclub AAA – und auch einige deutsche Agenturen – lässt sich außerdem problemlos eine Kfz-Kurzzeitversicherung abschließen.

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4. Fahrzeug-Check – nicht die Katze im Sack kaufen

Auch und gerade in den USA gilt: niemals das Fahrzeug ungeprüft kaufen. Wenn Sie nicht selbst vor Ort den Wagen in Augenschein nehmen können, gibt es verschiedene Möglichkeiten, um sich dennoch abzusichern. Wichtig ist, den Fahrzeug-Check immer vor dem eigentlichen Vertragsabschluss durchzuführen. Hinterher ist es immer sehr schwierig und aufwändig, sich von einer einmal geschlossenen Vereinbarung wieder zu lösen. Nur wenn Sie das Fahrzeug geprüft haben, können Sie einigermaßen sicher sein, dass sich der Kauf auch lohnt.

Sie können uns mit der Fahrzeuginspektion beauftragen

Wir bieten Ihnen an, vor dem Kauf eine fachmännische Inspektion in den Vereinigten Staaten zu veranlassen. Wir können bereits ein bis zwei Tage nach der Auftragserteilung durch Sie eine entsprechende Prüfung in die Wege leiten. Die von bzw. unseren US-Partnern beauftragten Inspekteure sind qualifizierte Sachverständige, die eine umfassende Kompetenz und Erfahrung in diesem Bereich besitzen. Beim Fahrzeug-Check gehen sie anhand einer Prüfliste nach einheitlichen Standards vor, bei der insgesamt 150 Prüfkriterien abgearbeitet werden. Das Ergebnis erhalten Sie in Form eines detaillierten Berichtes mit aussagefähigen Fotos. Sie haben dadurch nicht nur harte Fakten vorliegen, sondern sind – auch aus der Ferne – in der Lage, sich selbst ein objektives Bild machen. So können Sie sich in aller Ruhe für oder gegen einen Kauf entscheiden.

Autocheck – die Fahrzeug-Historie im Internet recherchieren

Die Internet-Seite www.autocheck.com ist ein Portal, auf dem Sie systematisch die Historie von US-Gebrauchtfahrzeugen recherchieren können. Autocheck bildet eine Art Auskunftei für den Gebrauchtwagenmarkt und funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip wie bei uns die Schufa bei Krediten. Erfasst werden wichtige Fahrzeugdaten, die für den Wert des Wagens von Bedeutung sein könnten: Eigentümerwechsel, Fahrzeugalter, Kilometerstand, Unfälle, Schadensereignisse und andere Informationen. Außerdem wird – ebenfalls analog zur Schufa – nach mathematisch-statistischen Verfahren ein zusammenfassender Scoring-Wert berechnet. Dieser Punktwert gibt ein Gesamturteil über den Wagen ab. Die Prüfung über Autocheck ist sicher kein Ersatz für eine ausführliche Inspektion. Sie gewinnen damit aber zumindest eine gewisse Vorstellung über den Zustand und eine Mindestabsicherung. Ein Autocheck-Report kostet 19,99 US-Dollar (rund 18 Euro). Für die
Recherche wird die 17stellige Fahrgestellnummer benötigt.

Carfax – die Alternative zu Autocheck

Das Portal www.carfax.com stellt de facto ein Konkurrenzangebot zu Autocheck dar. Das Prinzip ist vergleichbar. Carfax sammelt ebenfalls Daten zur Fahrzeug-Historie und bereitet sie transparent auf. Berichte sind für Wagen ab Baujahr 1981 erhältlich. Über www.carfax.eu werden Informationen auch in deutscher Sprache bereitgestellt. Ein Report kostet 29,99 Euro. Für die Recherche brauchen Sie ebenfalls die Fahrgestellnummer.

Die Nutzung von Autocheck oder Carfax ist ein einfacher und kostengünstiger Weg, sich ein Urteil über ein Fahrzeug zu bilden. Vor allem können Sie damit prüfen, ob die Angaben des Verkäufers auch mit den tatsächlichen Gegebenheiten übereinstimmen. Wenn hier Widersprüche vorhanden sind oder die Angaben lückenhaft ausfallen, sollten Sie sehr vorsichtig sein. Anders als bei unserem Inspektionsservice bieten die Reports aber nur Anhaltspunkte über den aktuellen technischen Zustand des Fahrzeugs. Ein nicht unerhebliches Risiko bleibt.

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5. Wichtige Schritte bei Ihrem Autokauf in den USA

5.1 Kaufpreis und Kaufvertrag

Bei Kaufpreisen und Preisverhandlungen in den USA gibt es einiges zu beachten:

  • die angebotenen Preise erscheinen oft sehr niedrig. Dies hängt damit zusammen, dass es sich um Nettopreise handelt. Die – von Bundesstaat zu Bundesstaat – variierende Mehrwertsteuer (Sales Tax) kommt noch hinzu. Sie kann zehn Prozent und mehr ausmachen;
  • ausländische Fahrzeug-Käufer können sich die Mehrwehrtsteuer zwar theoretisch vom Fiskus zurückholen, in der Praxis erweist sich das aber häufig als bürokratische Sisyphus-Arbeit. Mit einer Tageszulassung und der Einschaltung eines Zwischenhändlers funktioniert das einfacher. Wir helfen Ihnen dabei gerne und können Ihnen auf Wunsch auch einen passenden Händler vermitteln;
  • oft lassen sich Rabatte aushandeln. Preisnachlässe zwischen fünf und zehn Prozent sind nicht ungewöhnlich und vor allem bei Barzahlung üblich.

Wenn Sie sich mit dem Verkäufer auf einen Preis geeinigt haben, steht als nächstes der Kaufvertrag an. Der Verkäufer bzw. Händler wird Ihnen in der Regel einen Vertragstext per E-Mail oder Fax zusenden. Es gibt keine Formvorschriften, der Vertrag sollte aber mindestens folgende Angaben enthalten:

  • die vollständige und korrekte Benennung der Vertragspartner;
  • die genaue Bezeichnung des Fahrzeugs (Hersteller, Fahrzeugtyp, zwingend: Fahrgestellnummer);
  • das Baujahr;
  • den Kaufpreis;
  • Datum und Unterschrift.

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5.2 Vertragsabwicklung und Zahlung

Die Abwicklung des Kaufvertrags besteht in der Lieferung des Fahrzeugs sowie der dazugehörigen Papiere und in der Zahlung des Kaufpreises. Üblicherweise bestehen US-Verkäufer auf Vorkasse. Das heißt, der Kaufpreis ist vor Lieferung des Wagens und Zusendung der Papiere fällig. Wenn Sie den gesamten Betrag vorher überweisen, gehen Sie dabei allerdings ein hohes Risiko ein. Folgendes können Sie tun, um sich zu schützen:

  • Informieren Sie sich im Vorfeld möglichst umfassend über Ihren Vertragspartner. Manchmal hilft auch ein persönliches Telefonat, um sich einen Eindruck über dessen Vertrauenswürdigkeit zu verschaffen. Wenn Sie mit einem Händler in Kontakt stehen, achten Sie darauf, ob es sich um einen „DMV licensed dealer“ handelt. Diese von den US-Verkehrsbehörden zugelassenen Händler müssen bestimmte Kriterien erfüllen. Sie können daher bei deren Seriosität vergleichsweise sicher sein.
  • Wenn möglich, vereinbaren Sie zunächst nur eine Anzahlung und den Rest per Blitzüberweisung nach Lieferung. Viele Verkäufer akzeptieren diese Vorgehensweise.
  • Denkbar ist auch die Abwicklung über ein US-Konto, das Freunde oder Bekannte für Sie einrichten müssten. Das dauert allerdings in der Regel einige Tage. Es sei denn, Sie haben schon ein solches Konto, weil Sie häufiger beim Autokauf in den Vereinigten Staaten aktiv sind.
  • Am sichersten ist zweifelsohne die Barzahlung, wenn Sie direkt vor Ort sind und sich selbst vom Zustand des Fahrzeugs überzeugen.

Wir können Ihnen aber auch noch eine andere sichere Form der Bezahlung bieten, bei der Sie nicht selbst in die USA reisen müssen – unseren Treuhandservice. Dabei erfolgt die Zahlungsabwicklung über ein eigens eingerichtetes Treuhandkonto. Ihre Zahlung bleibt hier zunächst solange auf dem Konto, bis der Wagen an Sie ausgeliefert wurde und Sie eine Prüfung vornehmen konnten. Erst dann erhält der Verkäufer sein Geld. Das Treuhandkonto bietet beiden Seiten Sicherheit bezüglich der Vertragserfüllung und ist insofern eine besonders faire Lösung.

Nach Leistung der Zahlung bzw. Anzahlung sendet Ihnen der Verkäufer üblicherweise die Fahrzeugpapiere zu. Bei Neufahrzeugen ist das das „Certificate of Origin“, bei Gebrauchtwagen der „Title“. Falls das Fahrzeug früher finanziert wurde und in diesem Zusammenhang als Sicherheit diente, ist auf dem Title auch der damalige „lien holder“ – in der Regel die Bank – als Miteigentümer eingetragen. Für einen rechtswirksamen Verkauf ist es erforderlich, dass eine Freigabe des Kreditgebers vorliegt – erkenntlich an der Gegenzeichnung mit Datumsangabe. Achten Sie darauf! Sie müssen die Fahrzeugpapiere nach Erhalt unterschreiben. Erst mit der Unterschrift werden Sie rechtswirksam zum neuen Fahrzeug-Eigentümer.

Der Title bzw. das Certificate of Origin mit Ihrer Unterschrift wird für die US-Verzollung und die Überführung des Fahrzeugs
nach Europa benötigt. Falls Sie uns mit dem Transport beauftragen, kümmern wir uns um die Abwicklung der anfallenden Formalitäten. Wir brauchen dann nur die von Ihnen unterzeichneten Papiere.

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5.3 Fahrzeugimport – der Ablauf

In der Regel erfolgen Fahrzeug-Verschiffungen nach Europa von der Ostküste der USA aus. Es gibt dort in den großen Häfen tägliche Verbindungen, was sich zeitsparend auswirkt. Beliebt ist auch der Hafen Halifax in Kanada, da hier die Abwicklung besonders unkompliziert erfolgt. Zielhäfen in Deutschland sind Bremerhaven und Hamburg. Bremerhaven stellt dabei das bevorzugte Ziel dar, weil der Großteil der deutschen Autoexporte und -importe hierüber abgewickelt wird und man entsprechende Erfahrung mit Fahrzeugen besitzt.

Ihr Fahrzeug sollte sich bereits einige Tage vor der Verladung an dem jeweiligen US-Hafen befinden. Das empfiehlt sich im Hinblick auf die noch zu erledigenden Formalitäten. Der US-Zoll verlangt spätestens drei Tage vor der Verschiffung den Title bzw. das Certificate of Origin. Dabei müssen jeweils das Original und zwei beglaubigte Kopien vorliegen. Vor der Verladung wird üblicherweise auch ein Zustandsbericht mit Fotos von dem Fahrzeug erstellt. Die Verschiffung ist als Roll-on-roll-off-Transport oder per Container möglich. Bei Oldtimern und hochwertigen Fahrzeugen empfehlen wir aus Schutzgründen den Container.

Auch bei der Ankunft in Deutschland fallen zunächst einige Formalitäten im Zusammenhang mit Hafenabwicklung, Verzollung und Entrichtung der Einfuhrumsatzsteuer an. Außerdem ist in der Regel eine technische Umrüstung und TÜV-Abnahme als Bedingung für die Zulassung auf deutschen Straßen erforderlich. Sie können das Fahrzeug selbst am Hafen abholen oder es sich zum Bestimmungsort transportieren lassen.

Als erfahrener und langjähriger Spezialist für Fahrzeug-Importe aus den Vereinigten Staaten ermöglichen wir für Sie gerne die gesamte Transportabwicklung. Wir bieten Ihnen in diesem Zusammenhang einen umfassenden Komplett-Service. Wir holen Ihr Auto beim Verkäufer in den USA ab, transportieren es zum Hafen, sorgen für die Verschiffung und liefern es Ihnen nach der Ankunft in Europa dorthin, wo sie es haben wollen. Unsere Leistungen umfassen dabei selbstverständlich auch die Abwicklung aller anfallenden Formalitäten inklusive Verzollung. Wenn Sie dies wünschen, erledigen wir auch die Umrüstung und TÜV-Abnahme für Sie, so dass Sie das Auto nach der Auslieferung und Zulassung sofort nutzen können.

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5.4 Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

Viele, die sich für ein US-Auto interessieren, übersehen oft die Nebenkosten und sind dann negativ überrascht, wenn sich ihr „Fahrzeug-Deal“ unter dem Strich nicht als das erwartete Schnäppchen erweist. Der konkrete Umfang der Nebenkosten hängt von einer Vielzahl an Einflussgrößen ab, so dass keine pauschale Aussage über den Betrag oder den Anteil an den Gesamtkosten möglich ist. Mit unserem Importrechner können Sie aber eine erste Abschätzung vornehmen. Wir geben Ihnen darüber hinaus gerne persönlich Auskunft, mit welchen Kosten Sie bei Ihrem Fahrzeug-Kauf kalkulieren müssen.

Nachfolgend ein kurzer Überblick über die wichtigsten Nebenkosten-Komponenten:

  • Kosten für die Abholung am US-Standort und den Transport;
  • Kosten der Hafenabwicklung, Verzollung und Verladung;
  • Kosten für den Seetransport – Seefracht;
  • Kosten der Entladung, Hafenabwicklung und Verzollung am Zielhafen;
  • Kosten für eventuelle Reparaturen, Ausbesserungen und nötige Ersatzteile;
  • Kosten für die technische Umrüstung, TÜV-Abnahme und Zulassung in Deutschland;
  • Kosten für die Abholung am Zielhafen und die Beförderung zum Bestimmungsort;
  • Kosten für die Zahlungsabwicklung des Kaufpreises.

Hier gelangen Sie zu unserem Importrechner.

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5.5 Oft unterschätzt – die Zeit für den Transport

Sie brauchen etwas Geduld, bis Sie Ihr Fahrzeug tatsächlich vor der Haustür stehen haben und damit fahren können. Sie müssen bei Transporten von der US-Ostküste etwa mit sieben bis acht Wochen Zeitvorlauf rechnen, bei einem Ausgangshafen an der Westküste sind es neun bis zehn Wochen. Wer Ihnen kürzere Zeiträume verspricht, ist kein Realist. Zu berücksichtigen sind auch der Standort des Fahrzeugs in den USA, wo die Abholung erfolgen muss, und der Auslieferungsort hier.

Damit Sie sich selbst ein Bild machen können, nachfolgend ein Überblick über die einzelnen Schritte und den dafür üblicherweise notwendigen Zeitbedarf:

  • Vertragsabschluss und Kaufpreiszahlung benötigen etwa eine Woche;
  • die Fahrzeug-Abholung geschieht meist per Sammeltransporter. Je nach Standort und Hafen-Distanz sind für diesen Schritt zwei Tage bis zwei Wochen zu veranschlagen;
  • die Verzollung kann erst nach der Ankunft am Hafen und der Vorlage der erforderlichen Dokumente erfolgen. Bis alle Formalitäten abgewickelt sind und die Verladung vorgenommen wird, können weitere zwei Woche ins Land gehen;
  • oft verkehren die Schiffe im 14 Tage-Rhythmus, daher fällt durchschnittlich eine Woche Wartezeit an;
  • für Seetransporte von der US-Ostküste (New York) ist mit etwa zwei Wochen, von der US-Westküste (Los Angeles) mit bis zu viereinhalb Wochen zu rechnen. Unwägbarkeiten entstehen durch die Wetterbedingungen;
  • Entladung, Zoll- und Hafenabwicklung am Ankunftshafen erfordern eine weitere Woche;
  • der Transport zum Bestimmungsort benötigt – je nach Ziel – nochmal bis zu einer Woche.

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6. Umrüstung und Zulassung

6.1 Anforderungen für Umrüstungen und Umbauten

Sie müssen damit rechnen, dass einige technische Umrüstungen erforderlich sind, ehe Ihr Fahrzeug für den Straßenverkehr hierzulande zugelassen werden kann. Die wenigsten US-Fahrzeuge entsprechen den innerhalb der EU geltenden Standards – auch wenn es vielfach nur um Details bei der Ausstattung geht. Nach der Vornahme von Umbauten und Umrüstungen ist auch noch eine TÜV-Abnahme für die Zulassung notwendig. Für die Umrüstung müssen Sie mit Kosten bis zu 2.000 Euro kalkulieren. Die Kosten der TÜV-Abnahme kommen noch hinzu. Wenn bei der Prüfstelle kein Datenblatt für Ihr Modell vorhanden ist, sind ggf. auch noch teure Einzelmessungen erforderlich, was die Kosten zusätzlich treibt.

Hier ein kurzer Überblick über gängige Umbauten und Umrüstungen, auf die Sie sich einstellen müssen:

  • Scheinwerfer und Leuchten: bei vielen US-Autos bilden Blinker und Rückleuchte eine gemeinsame Lampe. In Deutschland muss es sich um getrennte Leuchten handeln. Eine Trennung ist technisch einfach. Unter Umständen sind weitere Leuchten wie Warnblinker, Rückstrahler, gelbe Seitenblinker, Nebelschlussleuchten und Rückstrahler nachzurüsten. Bei Xenonlampen fehlt häufig die Scheinwerferreinigung, sie ist nachträglich anzufügen. Auch eine Leuchtweitenregulierung kann notwendig sein;
  • die Abgasanlage muss auf die deutsche Abgasnormen umgerüstet werden;
  • die Reifen müssen eine EG- oder ECE-Kennung besitzen;
  • oft muss die Windschutzscheibe ausgetauscht werden, da sie nicht aus Verbundsicherheitsglas besteht;
  • beim Tacho ist eine Angabe auf Kilometerbasis notwendig;
  • die Sicherheitsgurte sind auszuwechseln, falls sie bei uns nicht zugelassen sind;
  • Radio und Navigationsgerät sollten bei fehlender Möglichkeit der Umprogrammierung durch andere Geräte ersetzt werden;

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6.2 Die Zulassung

Für die Zulassung müssen Sie zunächst einen Antrag für eine Zulassungbescheinigung stellen. Außerdem benötigen Sie eine Reihe an Dokumenten und Papieren:

  • den Kaufvertrag oder die Rechnung;
  • das Certificate of Origin bzw. den Title;
  • das amerikanische Kennzeichen – es sei denn, es handelt sich um einen direkt zum Hafen transportierten Neuwagen;
  • das Datenblatt des Herstellers;
  • die Zollunbedenklichkeitsbescheinigung;
  • einen Nachweis über die TÜV-Abnahme und die AU-Prüfung;
  • die Kfz-Versicherungsbestätigung (als eVB – elektronische Versicherungsbestätigung);
  • die von Ihnen erteilte Einzugsermächtigung für die Kfz-Steuer;
  • Ihren Personalausweis.

Oft sind auch noch weitere Nachweise über technische Daten sowie verbaute und eintragungspflichtige Teile erforderlich. Manchmal – insbesondere bei Oldtimern – sind außerdem besondere Gutachten beizubringen.

Die Kosten der Umrüstung und die TÜV-Abnahme können wir Ihnen nicht abnehmen – wohl aber den Zeitaufwand für die Erledigung dieser Pflichten. Im Rahmen unserer Service-Leistungen kümmern wir uns für Sie darum, so dass Sie nur noch die Zulassung erledigen müssen und dann sofort losfahren können.

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7. Ihr zuverlässiger Partner bei US-Fahrzeugimporten

Wir hoffen, dass unser Guide Ihnen eine nützliche Hilfe bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung Ihres US-Autokaufs ist.

Darüber hinaus unterstützen wir Sie gerne bei der Realisierung Ihres Wunsch-Projektes. Transport-Lösungen für US-Autoimporte sind unser Spezialgebiet und ein Bereich, in dem wir über außergewöhnliche Expertise verfügen. Zusammen mit unseren Partnern in den Vereinigten Staaten können wir Ihnen einen einzigartigen All-Inclusive-Service bieten, der Ihnen über den reinen Transport hinaus viele lästigen Arbeiten bei der Importabwicklung abnimmt und Risiken minimieren hilft. Das erspart es Ihnen, selbst in die USA zu reisen und Sie können trotzdem sicher sein, dass Ihr Fahrzeug das hält, was es verspricht.

Zögern Sie nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen! Wer stehen Ihnen jederzeit für Information und Beratung zur Verfügung – selbstverständlich unverbindlich. Wenn Sie schon konkretere Vorstellungen haben, unterbreiten wir Ihnen auch gerne ein Angebot, bei dem Sie sich von unseren fairen Preisen überzeugen können. Wir freuen uns, wenn wir für Sie den Import Ihres US-Fahrzeugs durchführen dürfen.

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Von |29. September 2015|US Im- & Export|