Was bedeutet der Begriff "Just-In-Time"?

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Als Just-In-Time werden in der Logistik Lieferungen bezeichnet, die den Empfänger genau dann erreichen, wenn er sie benötigt. Durch eine solches Liefersystem entfällt für den Empfänger weitgehend die Notwendigkeit zur Lagerhaltung, was Kosten spart. Allerdings steigt gleichzeitig das Risiko von kurzfristigen Engpässen bei unvorhergesehenen Störungen.

Für den Lieferanten bzw. Transporteur bieten Just-In-Time-Aufträge den Vorteil einer hohen Beständigkeit und guten Kalkulierbarkeit. Andererseits ist damit ein erhöhtes Risiko verbunden, bei Lieferverzug mit Sanktionen (Vertragsstrafen) belegt zu werden. Just-In-Time-Logistik stellt besonders hohe Anforderungen an die Qualität, Zuverlässigkeit und Termintreue von Lieferungen. Sie benötigt einen höheren Planungs- und Steuerungsaufwand als „herkömmliche“ Lieferungen.

Das Just-In-Time-Prinzip fand zuerst Anwendung in der Automobilbranche, wo es nach wie vor eine große Bedeutung besitzt. Von da aus hat es aber auch in vielen anderen Branchen Anwendung gefunden. Nicht jedes Material eignet sich für Just-In-Time-Belieferung. In Frage kommen vor alle Güter, die sich durch einen regelmäßigen und schwankungsarmen Verbrauch auszeichnen. Das festzustellen ist u.a. Gegenstand der sogenannten XYZ-Analyse.

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