Partner-Vertretungen auf allen Kontinenten

Wer international verlädt, hat schnell eine ganze Kette vor sich: Vorlaufspediteur, Airline oder Reederei, Handling-Agent im Zielland, Zustellpartner. Jede Übergabe ist eine mögliche Fehlerquelle. Dokumente fehlen, die Ware bleibt am Umschlagpunkt liegen, am Telefon fühlt sich niemand zuständig. Genau dort setzt unser weltweites Handling an: SATS steuert die komplette Transportkette und bleibt Ihr einziger Ansprechpartner, von der Abholung bis zur Zustellung.

Partnernetz statt Zufallsagenten

Kein Spediteur der Welt sitzt an jedem Flughafen und in jedem Hafen mit eigenem Personal. Entscheidend ist, mit wem er vor Ort arbeitet. Unser Netz aus Partnerspediteuren und Handling-Agenten ist über Jahre gewachsen; wir kennen die Leute dahinter und können ihre Arbeit an konkreten Sendungen beurteilen. Den Auftrag bekommt nicht der billigste Agent, sondern der, der zurückruft, wenn etwas klemmt.

Für Sie heißt das: Sie verhandeln nicht mit einem Agenten in Schanghai oder Chicago, dessen Namen Sie zum ersten Mal hören. Sie sprechen mit Ihrem Disponenten bei SATS, und der kennt seinen Gegenpart im Zielland persönlich. Läuft etwas schief, eskalieren wir intern, nicht Sie. Diese Arbeitsweise ist der Kern unserer internationalen Spedition, ob per Luftfracht oder Seefracht.

Gateway- und Umschlagsabwicklung an den großen Hubs

Ein erheblicher Teil der internationalen Sendungen läuft nicht direkt, sondern über Gateways: Sammelpunkte, an denen Einzelsendungen konsolidiert, umgeschlagen und auf den Hauptlauf gebucht werden. In der Luftfracht heißt das Zuführung ans Gateway, Abgleich von HAWB und MAWB, Verwiegung, Sicherheitskontrolle, Übergabe an die Airline. In der Seefracht sind es Stauplanung, Containergestellung und die Übergabe im Hafen.

Am Umschlagpunkt entscheidet sich, ob eine Sendung sauber weiterläuft. Dort schauen wir auf die unspektakulären Dinge. Stimmt die Kollizahl mit den Papieren überein? Ist die Ware transportgerecht verpackt und gelabelt? Liegen Ursprungsnachweis und Handelsrechnung vollständig vor, bevor die Sendung das Land verlässt? Ein Klassiker aus dem Speditionsalltag: Die Handelsrechnung weist FOB aus, im Transportauftrag steht EXW — und hinterher streiten Versender und Empfänger darüber, wer den Vorlauf bezahlt. Solche Widersprüche fallen am besten am Gateway auf, nicht erst bei der Gestellung im Zielland.

Tür zu Tür: Vorlauf, Hauptlauf und Nachlauf aus einer Hand

Die klassische Schwachstelle im Überseeverkehr sind die Schnittstellen zwischen Vorlauf, Hauptlauf und Nachlauf. Drei Beteiligte, drei Systeme, drei Auffassungen davon, wer wann informiert. Bei uns werden alle drei Abschnitte selbst oder über unsere Partner disponiert, und jede Übergabe wird dokumentiert festgehalten. So sieht die Kette aus:

Phase Was passiert Typische Stolperstelle, die wir abfangen
Vorlauf Abholung beim Versender, Exportabfertigung, Zuführung zum Gateway Unklare Incoterms: Wer trägt welche Kosten ab Rampe?
Umschlag / Gateway Konsolidierung, Dokumentenprüfung, Buchung auf den Hauptlauf Abweichungen zwischen Packliste und tatsächlicher Kollizahl
Hauptlauf Luft- oder Seefracht bis zum Zielhub Umbuchungen bei Kapazitätsengpässen ohne Info an den Kunden
Zielhub Entladung, Gestellung beim Zoll, Importabfertigung durch den Partner Fehlende Vollmachten oder Ursprungsnachweise, Standgeld läuft auf
Nachlauf Zustellung beim Empfänger, Ablieferbeleg (POD) Avisierung vergessen, Empfänger kann nicht entladen

Je mehr Glieder eine Kette hat, desto wichtiger wird übrigens die Absicherung: Die gesetzliche Verkehrshaftung deckt längst nicht jeden Schaden in voller Höhe ab. Was eine Transportversicherung zusätzlich leistet, erklären wir auf der eigenen Serviceseite.

Häufige Fragen zum weltweiten Handling

Wer ist mein Ansprechpartner, wenn im Zielland etwas schiefläuft?

Derselbe wie vorher: Ihr Disponent bei SATS. Wir klären das Problem mit unserem Partner vor Ort und melden uns mit einer Lösung, nicht mit einer Telefonnummer in einer anderen Zeitzone. Das ist der eigentliche Sinn eines einheitlichen Ansprechpartners.

Hat SATS überall eigene Niederlassungen?

Nein, und das behauptet auch kein seriöser Mittelständler. An vielen Destinationen arbeiten wir mit langjährigen Partnerspediteuren und Agenten. Für Sie macht das in der Abwicklung keinen Unterschied: Auftrag, Haftung und Kommunikation laufen über uns.

Übernehmen Sie auch die Zollabwicklung im Ziel- und Ursprungsland?

Ja. Exportseitig fertigen wir ab, importseitig übernimmt unser Partner die Gestellung und Abfertigung nach den Vorgaben des Ziellandes. Grundlage sind die vereinbarten Incoterms, etwa DAP oder DDP. Details zur Abfertigung in Deutschland finden Sie unter Zollabfertigung.

Lohnt sich Tür-zu-Tür auch für kleinere Sendungen?

Häufig ja, gerade dann. Bei kleineren Partien frisst eine schlecht koordinierte Übergabe schnell den Frachtvorteil auf, etwa durch Standgeld oder eine zweite Anfahrt. Über Konsolidierung am Gateway lassen sich auch Einzelkolli wirtschaftlich in die Kette einbinden.

Sie planen eine Relation, bei der mehrere Länder, Verkehrsträger oder Partner ins Spiel kommen? Schildern Sie uns kurz Abgangsort, Ziel und Warenart, wir prüfen die Abwicklung und melden uns mit einem konkreten Vorschlag.